Britisches Design im Victoria and Albert Museum London

themenbild

 

Es ist kein rundes Jubiläum, das die große Frühjahrsausstellung des Victoria and Albert Museum in London begeht. Dokumentiert wird vielmehr die Entwicklung britischen Designs in den 64 Jahren, die zwischen den in London ausgetragenen Olympischen Spielen 1948, den „Austerity Olympics“, und den kommenden Spielen in diesem Sommer liegen. Der Fokus ist breit angelegt: British Design 1948 – 2012 will mit rund 350 Exponaten sämtliche Gebiete und Sparten abdecken, von Mode- und Möbeldesign über Malerei, Fotografie und Grafikdesign bis hin zu Architektur, Städtebau und Produktdesign. Und so findet man in den Räumen des V&A nun einen 1961er Jaguar E-Type neben einem Abendkleid der Kollektion Horn of Plenty von Alexander McQueen und Arbeiten von David Hockney neben Modellen von Zaha Hadid’s Aquatic Centre und der Großsiedlung Milton Keynes.

 

Die Ausstellung ist sowohl thematisch als auch lose chronologisch aufgebaut, auf die Erneuerung der Nachkriegsjahre und deren Spannungen zwischen Modernität und Tradition folgt das große Kapitel der Subversion in britischem Design, das drei Jahrzehnte von 1960 bis 1990 abdeckt. Der Ausstellungsraum ist einer Straße nachempfunden, in deren „Studios“ man sich in die jeweiligen gegenkulturellen Strömungen hineinfühlen kann, von den Swinging Sixties über die Punkszene der 1970er-Jahre bis zum Aufkommen von „Cool Britannia“ in der letzten Dekade des Jahrhunderts. Mit Modedesignern wie Vivienne Westwood und dem Grenzgänger Malcom McLaren, Fotografen wie David Bailey und Terry O’Neill oder Musikern wie David Bowie und Brian Eno wird offensichtlich, wie sehr nicht nur die Designszene Großbritanniens, sondern auch weltweite Strömungen von dieser „Street Culture“ inspiriert wurden und noch immer werden.

 

Das dritte Kapitel stellt neben Produktdesign, Ingenieursleistungen wie dem Mini oder der Concorde und neuen Technologien die Architektur in den Mittelpunkt. Auch hier zeigen Exponate gewichtiger Namen wie Foster & Partners und Zaha Hadid Architects den großen Einfluss, den Design aus Großbritannien weltweit hat.

 

British Design 1948 – 2012: Innovation in the Modern Age

Ausstellung bis 12. August 2012

Victoria and Albert Museum, London

www.vam.ac.uk

 

Abbildungen

„Antelope“ outdoor bench

Ernest Race for the Festival of Britain, manufactured by Race Furniture,1951

© Victoria and Albert Museum

 

„Double-D“ mini dress

Foale & Tuffin, 1966

© Victoria and Albert Museum

 

„God Save the Queen“ poster promoting the Sex Pistols

Jamie Reid, 1977

© Jamie Reid. Photograph by Victoria and Albert Museum

 

„Torsion“ chair

Brian Long, 1971

By kind permission of Brian Long / Photograph © Victoria and Albert Museum

 

Aquatics Centre for the London 2012 Olympic Games

designed by Zaha Hadid Architects, completed 2011; shown in Legacy mode

Zaha Hadid Architects

 

Jaguar E-Type, 1961

Jaguar Heritage

 

„Calyx“ furnishing fabric

Lucienne Day, manufactured by Heal & Son Ltd, 1951

Courtesy of the Estate of Lucienne Day / Photograph © Victoria and Albert Museum

 

Even to spark out now would be no pain, poster promoting the Anti-Art Fair with a portrait of Trojan

designed by John Maybury, 1986

Courtesy of John Maybury, Victoria and Albert Museum

 

Evening gown

Alexander McQueen, autumn-winter 2009

Francois Guillot/AFP/Getty Images

 

Hare jewel from 'Masquerade'

Kit Williams, 1979

Private collection. Sotheby's Picture Library / Kind permission of Kit Williams

 
Ausstellungsansichten: Victoria and Albert Museum

Zurück

Events + Media

themenbild

Designers’ Saturday 2012

Zum 14. Mal konnten sich die Aussteller des Designers’ Saturday im schweizerischen Langenthal über regen Zuspruch beim designinteressierten Publikum freuen.

themenbild

Pop Art Design in Weil am Rhein

Eine Ausstellung im Vitra Design Museum 
mit rund 140 Exponaten erkundet bis zum 3. Februar 2013 den Dialog zwischen Design und Kunst in der Epoche der Pop Art.


themenbild

blickfang in Hamburg und Kopenhagen

20 Jahre nach Gründung ist die Designmesse blickfang weiter auf Expansionskurs: Vom 12. bis 14. Oktober ist Premiere in Hamburg, im November folgt Kopenhagen.

themenbild

Approximation Festival 2012 in Düsseldorf

Vom 18. bis 23. September 2012 überschreitet das renommierte Festival wieder musikalische Grenzen. build ist Medienpartner.

themenbild

Das Keltenmuseum am Glauberg – Buchpublikation zum Neubau

Ein von Ralf Ferdinand Broekman und Olaf Winkler herausgegebener Band präsentiert den Museumsneubau von kadawittfeldarchitektur.

themenbild

Von der Linie zum Raum – Álvaro Siza in Innsbruck

Álvaro Siza, 1992 mit dem Pritzker-Preis ausgezeichnet, gilt als einer der wichtigsten portugiesischen Architekten...

themenbild

Kunstakademie Düsseldorf und build: Vortrag von Stefan H. Mühling

Stefan H. Mühling ist am 2. Juli Gast der renommierten Vortragsreihe Baukunst an der Kunstakademie Düsseldorf, die durch den ...

themenbild

Kunstakademie Düsseldorf und build: Vortrag von Joep van Lieshout

Mit Joep van Lieshout ist am 25. Juni ein Grenzgänger der Disziplinen Gast der renommierten Vortragsreihe Baukunst ...

themenbild

Futurospektive Architektur

Sou Fujimoto gehört zu den einflußreichsten japanischen Architekten. Die Kunsthalle Bielefeld zeigt nun die erste monografische Ausstellung zu dessen Werk in Europa.

themenbild

Kunstakademie Düsseldorf und build: Vortrag von Nathalie de Vries

MVRDV zählt zu den aufsehenerregendsten Architekturbüros der Jetztzeit. Am 11. Juni gibt Mitbegründerin Nathalie de Vries in Düsseldorf...

themenbild

Kunstakademie Düsseldorf und build: Vortrag von Matthias Böttger

Am 21. Mai startet wieder die renommierte Vortragsreihe Baukunst an der Kunstakademie Düsseldorf, die durch den Studiengang...

themenbild

Architekturbiennale Rotterdam

Unter dem Motto „Making City“ entwirft die fünfte Ausgabe der Architekturbiennale Rotterdam neue Strategien zum Umgang mit der weltweiten stetigen Urbanisierung.

themenbild

HG Esch. Structures and Soul – Bildband zur Ausstellung

Zur Ausstellungsserie „Structures and Soul“ von HG Esch, Carpet Concept und build ist ein hochwertiger Katalog erschienen.

themenbild

Britisches Design im Victoria and Albert Museum London

Sieben Jahrzehnte britischen Designs können in London nachvollzogen werden, vom Jaguar E-Type bis zum Kleid von Alexander McQueen.

themenbild

Vortrag von ludloff+ludloff im KAP Forum

Am 26. April berichten die Architekten in Köln von ihrer Arbeit, die sich insbesondere der sinnlichen Qualität von Architektur widmet.

themenbild

HG Esch. Structures and Soul – Ausstellungspremiere in Köln

Zur imm cologne zeigte die Schau HG Eschs Erkundungen urbaner und textiler Strukturen, kuratiert von Carpet Concept und build.