Der Begriff der Baukultur hat in den letzten Jahren die öffentliche Diskussion über Architektur und Städtebau maßgeblich mitbestimmt – als Planungsziel, als Ausdruck einer demokratischen Gesellschaft, als übergeordnetes Element im Austausch zwischen Experten und Laien, als politisches Argument, ebenso in Form von Missverständnissen und Fehldeutungen. Werner Durths und Paul Sigels Buch „Baukultur. Spiegel gesellschaftlichen Wandels“, basierend auf Ergebnissen von Forschungsprojekten des Fachgebiets Geschichte und Theorie der Architektur an der Technischen Universität Darmstadt, leistet um so grundlegendere Arbeit: Über ein Jahrhundert bis in die Gegenwart untersuchen Durth und Sigel Stationen und Tendenzen der Architektur und Stadtplanung im Kontext gesellschaftlichen Wandels. Vom Wachstum und Umbau der Städte bis zu Wohnformen, Lebensentwürfen und Leitbildern für eine vermeintlich bessere Zukunft werden zentrale Diskurse und Kontroversen, Positionen und Projekte geschildert.
Vor dem Hintergrund wechselnder Wertorientierungen und Qualitätsmaßstäbe sind Anlässe, Themen und Formen nationaler Selbstdarstellung von besonderem Interesse. An Beispielen von Hauptstadtplanungen, Beteiligungen an Welt- und Bauausstellungen zeichnen die Autoren Suchbewegungen und Entscheidungsprozesse im Wechsel der politischen Systeme nach.
Baukultur
Spiegel gesellschaftlichen Wandelszu Gast:
Werner Durth und Paul Sigel,
TU Darmstadt, Fachbereich Architektur, FG GTA
Begrüßung & Einführung
Andreas Grosz, Leiter KAP Forum
12. Mai 2011
19 Uhr
Eintritt frei.
Um Anmeldung wird gebeten.
www.kap-forum.de