Garden unique
In dem neuen Premium-Segment präsentierten sich neben internationalen Designherstellern auch Nachwuchsentwerfer mit kreativen Ideen. Unter dem Motto „garden goes balcony“ wurde bereits im Vorfeld der Messe mit großem Erfolg ein internationaler Kreativwettbewerb auf der Online-Plattform jovoto.com ausgelobt. Rund 150 Ideen wurden für die Neuerfindung des Balkons eingereicht. Als Modell dienten die Balkone der exklusiven Wohnanlage „Im Zollhafen“ im Kölner Rheinauhafen. Eine hochkarätige Jury, zu der unter anderem die Architekten Bernd Römer und Tobias Lutz, die Designerin Tal Waldman sowie der Chefredakteur von build, Ralf Ferdinand Broekman, gehörten, prämierte die besten Einreichungen.
Jurysieger des Wettbewerbs wurde der Kölner Designer Tim Kerp mit seinem Balkonmöbelstück „Sight“. Eine große, weiße Kugel aus Kunststoffgeflecht bietet einen Rückzugsort und lenkt mit einer verstellbaren Sichtöffnung den Blick auf die schönen Dinge der Umgebung. Beim zweitplatzierten Entwurf „go wild in the urban jungle!“ von Jonathan Singleton und Sascha Posanski ist die Grundidee, urbanes Leben und die Natur miteinander zu verbinden. An von der Fassade abstehenden Stahlrohren wachsen Kletterpflanzen und lassen sich Möbel sowie Sonnenschutz befestigen. Auf den dritten Platz wählten die Juryexperten den Beitrag „Shade“ der serbischen Designerinnen Smiljeva Paunovic und Vanja Bjelakovic. Zu diesem Balkonkonzept gehören verschiedene Kombinationsmöbel mit integrierten Blumenkübeln im 60er-Jahre-Stil. Alle drei prämierten Entwürfe wurden auf der Messe als maßstabsgetreue Prototypen ausgestellt und stießen dadurch bereits auf erstes Interesse seitens der Industrie.
Aussteller im Bereich garden unique waren in diesem Jahr unter anderem die internationalen Hersteller Cane-line, Domitalia, Emu, Fermob, Fischer Möbel, Gloster und Schaffner:
Fermob Eine Bank für zwei Personen ergänzt die 2010 eingeführte Sixties-Reihe mit dem Lounge-Ensemble aus Sessel und niedrigem Tisch. Ebenfalls von Frédéric Sofia gestaltet bildet deren Sitz wie bei dem Sessel ein luftiges Geflecht aus Harz, das sich ähnlich wie Seide anfühlt, jedoch eine matte Optik hat. Das Gestell hebt sich durch dunkle Töne ab und die Sitzfläche wird durch die transparente Farbe der Faser und hellere, leuchtende Farbtöne betont. Die ungewöhnlichen zur Wahl stehenden Farbkombinationen sind: Aubergine/Kaugummi, Gewittergrau/Schiefer, Savanne/Flechte und Paprika/Safran. Ein Familientisch für acht bis zehn Personen ist „Bellevie“ mit abgerundeten Kanten und einem flachen, stabilen Untergestell. Mit zwei ergänzenden Bänken kann er auch an öffentlichen Orten eingesetzt werden, da sich Tisch und Bänke problemlos im Boden verankern lassen.
Emu Neue Angebote in der Kollektion „Classic“ sind das Beistellsofa „Marcel“ sowie neue Elemente des Programms „Arc en Ciel“, beides aus der Zusammenarbeit mit dem Atelier Chiaramonte-Marin entstanden. „Marcel“ bietet sich sowohl für Privatterrassen als auch für große Räume im Hotelbereich an. Das vollständig aus Stahl realisierte Sofa besteht aus nur drei Elementen, die vielfach kombinierbar sind. Die Kollektion „Arc en Ciel“ wurde um zwei neue Tische vergrößert: Rund und rechteckig. Die verfügbare Farbpalette für die Möbel wurde um die Farben Sand, Himmelblau und Glanzaluminium erweitert. Bei der Produktlinie „Advanced“ wurden zwei der erfolgreichsten Kollektionen ebenfalls erweitert: Die Druckblech-Möbelserie „Pattern“ von Arik Levi und Cristophe Pillet. wird 2012 um einen rechteckigen Tisch und Hocker in zwei Größen ergänzt. Die von Cristophe Pillet entworfene Kollektion „Round“ erhält zusätzlich ein neues Lounge-Ensemble mit klarem Design und komfortablen Formen sowie zwei große Ausziehtische.
Schaffner: Seit über 50 Jahren entwickelt und produziert die schweizerische Schaffner AG hochwertige Gartenmöbel aus Metall und Fiberglas. Auf der spoga+gafa präsentierte das Unternehmen u.a. die Linie „Luzern“, deren Tisch eine nur acht Millimeter dünne Fiberglasplatte hat. Die feine Linie bleibt so im geschlossenen und ausgezogenen Zustand erhalten. Der Tisch „Mendrisio“ mit einer Metallplatte als Fuß hat ebenfalls eine Tischplatte aus Fiberglas, die sich abklappen und einfach verstauen lässt. Die neue Linie „St. Moritz“ soll mit Metallplatte und geschwungenen, feuerverzinkten Füßen Alpenromantik ausstrahlen. Passend zum Tisch gibt es den Spaghettistuhl „Säntis“ mit oder ohne Armlehnen, den Schweiz-Urlauber von den Terrassen der Bergrestaurants kennen.
Cane-line Mit einem neuen, gewebten Material aus beschichtetem Polyester hat Cane-line Polstermöbel entwickelt, die den ganzen Sommer im Freien stehen können. Cane-line Tex® wird unter anderem in der neuen Serie „Diamond“ verwendet, deren gepolsterte Lounge-Möbel und Esszimmerstuhl für draußen entworfen wurden. (Design: Johannes Foersom und Peter Hiort-Lorenzen). Mit Graphit hat das Unternehmen außerdem eine neue Farbe vorgestellt, die ebenso einsetzbar ist wie Schwarz, jedoch einen etwas wärmeren und weicheren Ausdruck besitzt. Graphit wurde zur Erneuerung der Serie „Chester“ und weiterer bereits bestehender Möbellinien verwendet.
Gloster „Nomadic“ nennt der britische Hersteller sein Outdoor-Konzept, aus miteinander kombinierbaren Elementen, die sich immer wieder zu neuen Ensembles zusammenstellen lassen. Entworfen vom Londoner Designer Mark Gabbertas wird die Serie vor allem durch die gestreiften und farbenfrohen Stoffe gekennzeichnet, die sich leicht abnehmen und reinigen lassen. Die klaren Linien des textilen Flechtwerks gaben dagegen der Kollektion „Linea“ ihren Namen, deren kubische Elemente ebenfalls von Gabbertas entworfen wurden. Die Farbe Aschgrau unterstreicht noch die minimalistische Erscheinung der Möbel, wobei auf Wunsch auch andere Farben zur Verfügung stehen.
Fischer Möbel Leichtigkeit und Sitzkomfort charakterisiert die Kollektion „Adria“ (Design: Wolfgang C.R. Mezger) von Fischer Möbel. In Ergänzung zu einem stabilen Gestell aus pulverbeschichtetem Aluminium kommen die Materialien Gewebe oder Flechtwerk zum Einsatz. Das „Lodge“-Loungesystem ist ein neuartiges Konzept für entspanntes Wohnen im Freien. Das funktionale Prinzip von leicht einsteckbaren Rücken- und Armlehnelementen macht das System variabel. Es lässt sich vielseitig arrangieren, zu einem klassischen Sofa, einem Daybed, Ecksofa oder einer Liege. Die eingesetzten Materialen sind für den Dauereinsatz im Freien geeignet.
www.spogagafa.de
































