Neues ThyssenKrupp Quartier eingeweiht

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Nach dreijähriger Bauzeit wurde am 17. Juni offiziell die neue Konzernzentrale der ThyssenKrupp AG, das ThyssenKrupp Quartier, eingeweiht. Realisiert wurde der Entwurf von JSWD Architekten und Chaix & Morel et associés, die mit ihrem gemeinsamen Beitrag den Wettbewerb 2006 gewonnen hatten. Das Quartier in Essen fasst bisher auf verschiedene Standorte verteilte Verwaltungen zusammen und wird zum Herzstück des gesamten Konzerns. Es setzt damit den Beschluss um, insbesondere auch die Spitze aus Düsseldorf an den traditionellen Standort Essen (zurück) zu verlagern – was unter anderem die Räumung des ikonografischen Drei-Scheiben-Hauses bedeutet; letzteres soll nun zum Verkauf stehen.
In Essen sollen in einem zweiten Bauabschnitt die ThyssenKrupp Academy und zwei weitere Verwaltungsgebäude folgen, deren Baubeginn verschoben worden war. Mit dem Bau der Kindestagestätte wird im nächsten Jahr begonnen.

Für das neue ThyssenKrupp Quartier entwickelten die Architekten eine Art Campus mit rechtwinklig geordneter Struktur rund um eine Wasserfläche: „Schon im Auslobungstext zum internationalen Architektenwettbewerb war die Leitidee für das ThyssenKrupp Quartier als die eines ,konsistenten’, in sich geschlossenen Gebäudeensembles umschrieben worden“, erläutern die Planer. „Kein symbolträchtiger, steil in die Höhe strebender Solitär, sondern eine flächige und auch flexible Struktur gleichberechtigter Bauten, die auf Veränderungsprozesse innerhalb des Konzerns reagieren kann, stand im Fokus der Erwartungen. Der Campus besteht aus einem Gefüge von Einzelgebäuden, eingebettet in einen grünen, baumbestandenen Teppich. Verbunden durch kurze Wege und kleine Plätzen säumen die Gebäude die zentrale, alles ordnende Achse mit dem großem Wasserbecken und der ,Allee der Welten’. Unser Ziel war ein Quartier mit einem möglichst kompakten und homogenen architektonischen Erscheinungsbild. Dieses Bild einer starken Einheit wird sich dem Betrachter einprägen und im besten Fall künftig auch mit der Marke ThyssenKrupp in Verbindung gebracht werden. Auf dem Campus dominieren filigrane Fassadenkonstruktion aus metallischen Werkstoffen und Glas. Die durchgängige, geschosshohe Verglasung der Etagen stärkt das Bild von Offenheit und Transparenz.“
Kern der Anlage ist das Headquarter selbst, das mit einer Höhe von 50 Metern am Ende der Wasserfläche hervorsticht. Seine Gliederung wird von einem zehngeschossigen, glasgedeckten Atrium bestimmt; die kubische, markante geometrische Form soll zum neuen baulichen Zeichen des Konzerns werden.

Fotos: ThyssenKrupp, JSWD

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