„Harpa“ in Reykjavik
Der Bau ist ein Gemeinschaftswerk des dänischen Büros Henning Larsen, der einheimischen Batteríid Architects und des isländisch-dänischen Künstlers Olafur Eliasson. Im Hafen der Stadt, direkt am Wasser, ergeben zwei aneinandergerückte Quader mit dynamisch verzogenen Kanten die Kubatur des Konzerthauses, das vier Säle und einige Konferenzräume unterschiedlicher Größe beherbergt. Henning Larsen sehen in dem Gebäude ein Felsmassiv, dessen Zentrum der ganz in lavarot gestaltete Hauptsaal mit 1.800 Sitzplätzen bildet. Getauft wurde der Saal passenderweise „Eldborg“: Feuerburg. Das Gesteinsmotiv findet sich auch in der Fassade wieder: Inspiriert von den für Island typischen kristallinen Basaltformationen haben die Architekten zusammen mit dem Studio Olafur Eliasson für die Südfassaden ein dreidimensionales System entwickelt, das von zwölfseitigen „quasi bricks“ aus Glas in Stahlfassungen gebildet wird. Das Raster der übrigen Fassaden besteht aus Querschnitten dieser komplexen geometrischen Figuren. Es ergeben sich wabenartige fünf- und sechsseitige Umrisse, die unregelmäßig aneinandergefügt sind. Dank spezieller Glaspaneele schimmern einige dieser Facetten je nach Lichtverhältnissen und Standpunkt des Betrachters punktuell auf. Doch auch nach Sonnenuntergang funkelt das Harpa: LED-Leisten in rot, grün und blau erleuchten das Gebäude. Farbe und Intensität jedes einzelnen „quasi bricks“ sind dabei individuell steuerbar. Das Konzept für die Beleuchtung stammt wie die Fassade selbst von Olafur Eliasson.
Nachdem die öffentliche Skepsis dem Projekt gegenüber anfänglich groß war, konnte Harpa seit seiner ersten Eröffnung mittlerweile über 100.000 Gäste und Besucher zählen.
www.henninglarsen.com
www.olafureliasson.net
www.arkitekt.is
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