Gerichtsgebäude in St. Pölten
Auffallend beim Projekt ist insbesondere das Äußere mit seinen ungewohnten Fensterverteilung und der gerade für ein Justizgebäude überraschenden Farbgebung. Dazu erklären die Architekten: „Beim Nebeneinander zwischen Alt und Neu kommt der Fassade und ihrem Material als Schnittstelle zwischen Innen und Außen, zwischen Gebäude und Stadt eine Schlüsselrolle im Umgang mit den Dichotomien zwischen Tabula Rasa und kontextueller Einbindung, dem Monolithischen und dem Differenzierten, dem Singulären und dem Multiplen zu. Die Fassade löst, materialisiert durch die Ausformulierung der Fenster und der horizontalen Schattenfugen, mit ihrer perforierten und linierten Struktur die Diskrepanz zwischen den Geschosszahlen beider Baukörper auf und reguliert den Masstab des flächenmaximierten Baukörpers. Ihre Außenhaut ist ein selbstbewusstes Signal, das aus der Symbiose zweier Systeme, einer Bandstruktur und einer Perforation, resultiert. Eingehüllt in TECU-Gold folgt die Fassade einer horizontalen Bandstruktur, die einer Überlagerung vorgefundener Altbau-Fugen mit Fugen als Folge der neuen Geschossigkeit entspringt. Zusätzlich ist sie durch die unregelmäßig gestreuten und auf zwei Formate beschränkten Öffneungen perforiert. Gewissermaßen wird dem Neubau damit eine Maske aufgesetzt, die einen optimalen Bezug zum Bestand herstellt und gleichzeitig der Organisation des Neubaus alle Optionen belässt. Innen dient die Lochung einer Vervielfältigung der Ausblicke und Belichtungssituationen durch Auflösung des konventionellen Fensterformats in drei Teiltypen: das Oberlicht, den Öffnungsflügel auf üblicher Parapethöhe, und das Unterlicht. Die Wahl der goldenen Kupfer-Aluminium-Fassade unterstützt ganz wesentlich den architektonischen Dialog beider Baukörper. Das Material ermöglicht es, den vorherrschenden Gelbton der Bestandsgebäude aufzunehmen und zu interpretieren, ohne ihn nur zu reproduzieren.“
Insgesamt, so die Architekten, nehme das neue Gebäude die Eigenschaften des historischen auf, ohne jedoch auf eine eigenständige, unverwechselbare und zeitgemäße Artikulation zu verzichten. „Durch den dem Material eigenen Glanz erhält das Gebäude einen angenehmen und warmen Charakter, der sich im tagesrhythmischen und auch jahreszeitlichen Wechsel der Lichtverhältnisse kontinuierlich verändert und so das Gebäude buchstäblich zum Leben erweckt.“
www.kronaus-kinzelbach.com
Fotos: Thomas Ott (www.o2t.de)
Architecture + Interior
Kraftwerkhülle von kadawittfeldarchitektur
Das Aachener Büro gewinnt den Wettbewerb für die Fassade und Besucherplattform des Kraftwerks Lausward in Düsseldorf.
Zumtobel Group Award 2012
Die diesjährigen Preisträger überzeugen durch ein ganzheitliches Architekturverständnis und die Einbindung der Bevölkerung.
World Building of the Year
Beim World Architecture Festival, von build als Medienpartner begleitet, haben die „Cooled Conservatories“ in den Gardens by the Bay, Singapur, die höchste Auszeichnung erhalten.
Das World Architecture Festival in Singapur
Das World Architecture Festival präsentiert seine 300 Projekte starke Shortlist für das World Building of the Year. build ist Medienpartner.
Wohnhaus in Berlin von J. Mayer H.
Das Büro J. Mayer H. hat ein Apartmenthaus mit geschwungener Lamellenfassade fertiggestellt. Die innere Struktur orientiert sich am klassischen Berliner Wohnhaus.
High-rise design for Vancouver by BIG
Danish office BIG has designed a mixed-use tower for downtown Vancouver that rises from a triangular shaped piece of ground to a height of 49 stories.
Zweimal J. Mayer H. in Mestia
Nach seinem Flughafen in Mestia, Georgien, im letzten Jahr hat Jürgen Mayer H. dort nun eine Polizeistation und ein Gerichtsgebäude fertiggestellt.
New City Hall in Nieuwegein
Danish architecture office 3XN has completed the new City Hall and cultural center in the Dutch city of Nieuwegein, a few kilometers south of Utrecht.
Super Theatre by OMA in Taipei
Construction has started on the OMA-designed Taipei Performing Arts Center in Taipei, Taiwan. The design includes a 1,500-seat theatre and two 800-seat theatres.
Plans for new Design Museum
The Design Museum in London will move to the former Commonwealth Institute building in Kensington. Designs for the site are by John Pawson and OMA.
Green Solution House by 3XN
Danish practice 3XN has published plans for a conference center and hotel that is designed to strictly follow cradle to cradle-principles and avoid waste.














