EXPO-Village Shanghai nach Masterplan von HPP Architekten

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Rechtzeitig vor der Eröffnung der EXPO 2010 haben die Mitarbeiter der Weltausstellung das neue EXPO-Village bezogen. Der Entwurf von HPP Architekten für den Masterplan des neuen, 550.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche umfassenden Quartiers am Ufer des Huangpu-Flusses ging 2006 als Sieger aus einem internationalen Wettbewerb hervor. Auf 44 Hektar entstand in nur dreieinhalb Jahren Planungs- und Bauzeit ein dynamisches Stadtviertel, das nach der EXPO dem privaten Immobiliensektor zugeführt wird.

In einer vielschichtig angelegten Nutzungsstruktur wurden Hotel- und Wohnbauten sowie Einzelhandels-, Kultur- und Freizeiteinrichtungen realisiert. Modulare Konzepte ermöglichen dabei Wohneinheiten in einer Größe von 30 bis 250 Quadratmetern. Entsprechend den Zielsetzungen der EXPO lag ein besonderes Augenmerk auf nachhaltigem Planen, das bereits bei der ausgewogenen Aufteilung von Freiflächen und bebauten Flächen – insbesondere in hochverdichteten  urbanen Situationen – beginnt. Neben 550.000 Quadratmeter BGF verfügt das EXPO-Village auch über ca. 16 Hektar Parkflächen, die sowohl mit dem umgebenden Landschaftsraum, dem Ufer des Huang Pu, dem städtischen Umfeld als auch mit der geplanten Bebauungsstruktur vernetzt sind. Die einzelnen Baukörper orientieren sich in Nord-Süd-Richtung, um den Hitzeeintrag in die Gebäude durch die bauliche Disposition so gering wie möglich zu halten. Zudem lässt diese Ausrichtung in Verbindung mit der versetzten, linearen Anordnung der Gebäude auch den optimalen Blick auf den Fluss und die Stadt zu.

Anlass für die Masterplanung war die Weltausstellung, in deren Rahmen ein Quartier für die Mitarbeiter und Besucher realisiert wurde. Die Verpflichtung zur Nachhaltigkeit verlangte jedoch nach einem Konzept, das über den Zeitpunkt der EXPO hinaus Bestand hat. Der HPP-Masterplan  ermöglicht die Weiterführung des Quartiers nach der Weltausstellung als neues, dynamisches Viertel, das sich in die bestehende Stadtstruktur Shanghais einfügt. Die Planung der Einzelgebäude berücksichtigt eine maximale Nutzungsflexibilität in Bezug auf die spätere Vermarktung, denn die Gebäudestruktur ist so ausgelegt, dass sie mit wenigen Maßnahmen umgenutzt und damit dem privaten Immobiliensektor zugeführt werden kann. Dies geschieht vor allem durch ein flexibel angelegtes Konstruktionsraster sowie leicht veränderbare Nutzungsstrukturen. Die modulare Planung, der hohe Vorfertigungsgrad der Fassaden, eine massive Bauausführung, die im Vergleich zur überwiegend gläsernen Umgebung den Aufwand für Kühlung und Klimatisierung auf ein notwendiges Maß reduziert, sowie der Einsatz energiesparender technischer Systeme bestimmen den qualitativen Anspruch der Einzelgebäude.

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