Eröffnung des Rolex Learning Center in Lausanne von SANAA

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Am 22. Februar wurde das Rolex Learning Center eröffnet, das nach Entwürfen des japanischen Architekturbüros SANAA auf dem Gelände der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) in Lausanne erbaut wurde. Das Gebäude soll mit seiner ungewöhnlichen Bauweise neue Formen der Bildung und Interaktion fördern. Unter dem Dach des Bauwerks sind verschiedene Einheiten für Studium, Lehre, Forschung, sozialen Austausch, Unterhaltung und Verwaltung vereint. Im Wesentlichen handelt es sich um eine zusammenhängende Struktur über einer Grundfläche von 88.000 Quadratmetern. Es hat einen streng rechteckigen Grundriss, dennoch wirkt es dank dem wellenförmigen parallelen Verlauf von Dach und Boden leicht und beschwingt. Das Bauwerk berührt den Boden leicht mit kaum sichtbaren Stützen und lässt einen weiten Raum unter sich offen, durch den die Besucher von allen Seiten her zum Haupteingang finden.

Im Inneren lassen die durch die Wellenform entstandenen Hügel, Täler und Plateaus die Kanten des Gebäudes unsichtbar werden; es hat weder physische noch optische Abtrennungen zwischen den einzelnen Bereichen. Sanfte Steigungen und Terrassen ersetzen Stufen und Treppenhäuser, die Besucher flanieren den leichten Biegungen entlang oder benutzen die speziell für das Rolex Learning Center entworfenen „horizontalen Aufzüge“, Glaskästen mit der Technik eines normalen Aufzugs. Von den höher gelegenen Zonen können Besucher nicht nur ihren Blick über den Campus schweifen lassen, sondern ebenso die Aussicht auf den nahen Genfersee und die Alpen genießen. Neben den verschiedenen Begegnungszonen und dem beeindruckenden Auditorium gibt es ruhige für das individuelle Lernen bestimmte Zonen, während kleine Gruppen in verglasten oder mit Wänden abgetrennten „Bubbles“ arbeiten oder Sitzungen abhalten können.

Die Topografie verleiht der offenen Fläche des Gebäudes eine aussergewöhnliche Fluidität, welche durch die 14 Öffnungen unterschiedlicher Grösse noch betont wird. Diese so genannten „Patios“ sind verglast und bilden eine Reihe sanft gerundeter Innenhöfe und stellen somit eine visuelle Verbindung zwischen innen und aussen her. In seiner Vielfalt ist das Rolex Learning Center ein „intimer öffentlicher Raum“, wie Kazuyo Sejima es beschrieb, als SANAA 2004 als Sieger des Architekturwettbewerbs bekannt gegeben wurde. Das Gebäude soll die Philosophie und die Ziele der EPFL verkörpern, indem es den Rahmen für unterschiedliche Arten der auf Zusammenarbeit ausgerichteten, fächerübergreifenden und für Fortschritte in Wissenschaft und Technologie als entscheidend erachteten Forschung absteckt. Das Gebäude bietet viel Flexibilität für unterschiedlichste Nutzungen sowie für die Aufnahme neuer Technologien und Arbeitsmethoden, von denen viele an der EPFL selber entwickelt werden. Nicht zuletzt soll es die sozialen Kontakte zwischen den Fachrichtungen fördern. Es wird als ein Symbol der Offenheit verstanden, als ein Ort, der die EPFL dabei unterstützt, ihre Beziehungen auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene zu pflegen.

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